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  • Fieber bei Kindern: Wann sollten Eltern zum Kinderarzt gehen?

    Fieber bei Kindern: Wann sollten Eltern zum Kinderarzt gehen?

    Wenn Kinder plötzlich Fieber bekommen, geraten viele Eltern schnell in Sorge. Vor allem nachts entstehen oft Fragen wie: Ist das noch normal? Muss ich sofort handeln? Oder reicht es erst einmal abzuwarten? Als Kinderarzt in Nürnberg erleben wir täglich, wie belastend diese Unsicherheit für Familien sein kann. Die gute Nachricht ist: Fieber ist in den meisten Fällen kein Grund zur Panik, sondern eine wichtige und sinnvolle Reaktion des Körpers.

    Gerade bei Infekten hilft die erhöhte Temperatur dem Immunsystem dabei, Krankheitserreger zu bekämpfen. Dennoch gibt es Situationen, in denen Eltern genauer hinschauen und ärztlichen Rat einholen sollten.

    Ab wann spricht man bei Kindern von Fieber?

    Von Fieber spricht man bei Kindern ab einer Körpertemperatur von 38,0 Grad Celsius. Temperaturen zwischen 37,5 und 37,9 Grad gelten meist als erhöhte Temperatur. Besonders bei Säuglingen empfiehlt sich eine möglichst genaue Messung, idealerweise rektal.

    Für Eltern ist jedoch nicht nur die Zahl auf dem Thermometer wichtig. Viel entscheidender ist die Frage: Wie verhält sich mein Kind? Ein Kind kann trotz höherem Fieber noch trinken, spielen und aufmerksam sein. Andere Kinder wirken bereits bei geringerer Temperatur erschöpft und abgeschlagen. Eltern spüren oft sehr gut, wenn ihr Kind mehr Unterstützung braucht.

    Wann sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden?

    Nicht jedes fiebernde Kind muss sofort untersucht werden. Es gibt jedoch bestimmte Situationen, in denen ein Besuch beim Kinderarzt sinnvoll oder notwendig ist.

    Besonders wichtig ist eine zeitnahe Untersuchung bei Säuglingen unter drei Monaten. Bereits leichtes Fieber kann in diesem Alter ein Hinweis auf eine ernste Infektion sein.

    Auch bei älteren Kindern sollten Eltern aufmerksam werden, wenn zusätzlich folgende Beschwerden auftreten:

    • auffällige Müdigkeit oder Teilnahmslosigkeit
    • Trinkverweigerung
    • Atemprobleme oder schnelle Atmung
    • starke Schmerzen
    • wiederholtes Erbrechen oder Durchfall
    • Hautausschläge
    • Krampfanfälle
    • Fieber über mehrere Tage

    Als Kinderärzte empfehlen  wir Eltern außerdem, ihrem Gefühl zu vertrauen. Niemand kennt ein Kind besser als die eigenen Eltern. Wenn ein Kind ungewöhnlich wirkt oder sich deutlich verändert verhält, ist es immer richtig, ärztlichen Rat einzuholen.

    Was Eltern zuhause tun können

    Kinder mit Fieber brauchen vor allem Ruhe, Nähe und ausreichend Flüssigkeit. Viele Kinder möchten in dieser Zeit besonders viel kuscheln oder getragen werden. Das ist völlig normal. Eltern dürfen ihrem Kind ruhig Sicherheit und Geborgenheit geben.

    Leichte Kleidung und eine angenehme Raumtemperatur helfen oft bereits dabei, dass sich das Kind wohler fühlt. Fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen können sinnvoll sein, wenn das Kind Schmerzen hat oder sehr unter Fieber leidet.

    Wichtig ist: Nicht jede erhöhte Temperatur muss sofort gesenkt werden. Viel entscheidender ist, wie es dem Kind insgesamt geht.

    Wenn ein Fieberkrampf auftritt

    Ein Fieberkrampf gehört zu den Momenten, die Eltern oft nicht vergessen. Plötzlich verkrampft das Kind, reagiert nicht mehr richtig oder verdreht die Augen. Auch wenn ein einfacher Fieberkrampf meist ohne Folgen bleibt, wirkt die Situation verständlicherweise sehr beängstigend.

    In diesem Moment sollten Eltern versuchen, ruhig zu bleiben. Das Kind sollte auf die Seite gelegt werden, damit es frei atmen kann. Wichtig ist außerdem, nichts in den Mund zu stecken. Nach einem Fieberkrampf sollte das Kind immer von einem Kinderarzt untersucht werden.

    Wann sofort Hilfe notwendig ist

    In manchen Situationen sollte nicht bis zum nächsten Termin beim Kinderarzt gewartet werden. Sofortige medizinische Hilfe ist wichtig, wenn ein Kind schlecht Luft bekommt, kaum ansprechbar ist, Zeichen einer Austrocknung zeigt oder ungewöhnlich blass wirkt. Auch starke Nackenschmerzen oder ein auffälliger Hautausschlag sollten schnell abgeklärt werden.

    Fazit

    Fieber bei Kindern gehört zum Familienalltag dazu und ist meist ein Zeichen dafür, dass der Körper arbeitet und sich schützt. Trotzdem ist es verständlich, dass Eltern sich Sorgen machen – besonders bei kleinen Kindern oder hohem Fieber.

    Als Kinderarztpraxis in Nürnberg ist es uns wichtig, Eltern zu vermitteln: Sie müssen nicht jede Temperatur fürchten. Gleichzeitig sollten Warnzeichen ernst genommen werden. Wer aufmerksam beobachtet und bei Unsicherheit frühzeitig den Kinderarzt kontaktiert, handelt in den meisten Fällen genau richtig.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Wie lange darf ein Kind Fieber haben?

    Viele Infekte dauern einige Tage und können mit Fieber verbunden sein. Hält das Fieber länger als drei Tage an oder verschlechtert sich der Zustand des Kindes, sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden.

    Muss ich mein Kind nachts wegen Fieber wecken?

    Nein, ein schlafendes Kind muss nicht regelmäßig geweckt werden, nur um die Temperatur zu messen. Wichtig ist vor allem, wie das Kind insgesamt wirkt. Wenn Eltern unsicher sind oder das Kind ungewöhnlich schläfrig erscheint, sollte ein Kinderarzt kontaktiert werden.

    Ab wann ist Fieber bei Babys gefährlich?

    Bei Babys unter drei Monaten sollte bereits ab 38 Grad Celsius eine Untersuchung durch einen Kinderarzt erfolgen. In diesem Alter können Infektionen schneller schwer verlaufen.

    Welche Getränke sind bei Fieber besonders geeignet?

    Wichtig ist vor allem, dass Kinder ausreichend trinken. Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnte Saftschorlen sind meist gut geeignet. Kleine Mengen in kurzen Abständen helfen oft besser als große Portionen.

    Wann sollte ich mit meinem Kind in die Notaufnahme fahren?

    Wenn ein Kind Atemprobleme hat, kaum reagiert, nicht mehr trinken möchte oder sehr krank wirkt, sollte sofort medizinische Hilfe gesucht werden. Auch nach einem längeren Fieberkrampf oder bei starken Schmerzen ist eine schnelle Abklärung wichtig.

  • Neue STIKO-Empfehlung zur Meningokokken-Impfung

    Neue STIKO-Empfehlung zur Meningokokken-Impfung

    Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine wichtige Aktualisierung ihrer Impfempfehlungen veröffentlicht. Als Kinderärzte möchten wir Sie über die wichtigsten Änderungen informieren und Ihnen helfen, den bestmöglichen Schutz für Ihr Kind sicherzustellen.

    Was hat sich geändert?

    Ab sofort wird eine Impfung gegen die Meningokokken-Serogruppen A, C, W und Y (MenACWY) für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren empfohlen.

    Die bisherige MenC-Impfung im Kleinkindalter entfällt.

    Warum diese Änderung?

    Ziel der neuen Empfehlung ist ein breiterer und wirksamerer Schutz vor Meningokokken-Erkrankungen. Durch die Erweiterung auf mehrere Serogruppen wird das Risiko schwerer Infektionen deutlich reduziert.

    Zudem ermöglicht die neue Impfstrategie eine bessere zeitliche Verteilung der Impfungen, was sowohl medizinisch als auch organisatorisch Vorteile bietet.

    Was bedeutet das für Sie und Ihr Kind?

    Wenn Ihr Kind zwischen 12 und 14 Jahre alt ist, empfehlen wir Ihnen, den Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls einen Termin für die neue Impfung zu vereinbaren.

    Gerne beraten wir Sie persönlich und beantworten alle Ihre Fragen rund um das Thema Meningokokken-Impfung.

    Termin vereinbaren

    Melden Sie sich einfach bei uns in der Praxis – wir helfen Ihnen schnell und unkompliziert weiter.

    Arzt im Gespräch mit Mutter und zwei Kindern

    Weitere Informationen

    Eine ausführliche Information zu der neuen Empfehlung finden Sie auch über den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte:

    https://www.kinderaerzte-im-netz.de/aerzte/merzhausen/struck/aktuelle-stiko-empfehlung-zur-meningokokken-impfung.html

  • Alle U-Untersuchungen beim Kinderarzt – einfach erklärt

    Alle U-Untersuchungen beim Kinderarzt – einfach erklärt

    Die sogenannten U-Untersuchungen gehören zu den wichtigsten Vorsorge Angeboten in der Kinderheilkunde. Sie begleiten Ihr Kind von der Geburt bis ins Jugendalter und helfen dabei, mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. In unserer Kinderarztpraxis in Nürnberg möchten wir Ihnen einen verständlichen Überblick über alle U-Untersuchungen geben und zeigen, warum diese Termine so wichtig sind.

    Was sind U-Untersuchungen?

    U-Untersuchungen sind standardisierte Vorsorgeuntersuchungen für Kinder. Sie werden in Deutschland von den Krankenkassen übernommen und dienen dazu, die körperliche, geistige und soziale Entwicklung Ihres Kindes regelmäßig zu überprüfen.

    Ziel ist es, Auffälligkeiten oder Krankheiten möglichst früh zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. Gleichzeitig haben Eltern die Möglichkeit, alle Fragen rund um Entwicklung, Ernährung, Schlaf oder Verhalten zu klären.

    So schützen U-Untersuchungen die Gesundheit Ihres Kindes

    Gerade in den ersten Lebensjahren entwickeln sich Kinder sehr schnell. Kleine Auffälligkeiten können große Auswirkungen haben, wenn sie unentdeckt bleiben.

    Die U-Untersuchungen helfen dabei:

    • Entwicklungsverzögerungen früh zu erkennen
    • Krankheiten rechtzeitig zu behandeln
    • Impfungen zu planen und durchzuführen
    • Eltern Sicherheit im Alltag zu geben

    Regelmäßige Vorsorge schafft Vertrauen und gibt Ihnen als Eltern Orientierung.

    Überblick über alle U-Untersuchungen

    U1 direkt nach der Geburt

    Die U1 findet unmittelbar nach der Geburt statt, meist noch im Kreißsaal. Hier wird überprüft, ob das Neugeborene gut atmet, wie der Herzschlag ist und ob erste Anpassungsprozesse problemlos verlaufen.

    U2 in den ersten Lebenstagen

    Diese Untersuchung erfolgt in der Regel zwischen dem 3. und 10. Lebenstag. Neben einer gründlichen körperlichen Untersuchung werden auch wichtige Stoffwechseltests durchgeführt.

    U3 im Alter von 4 bis 5 Wochen

    Bei der U3 liegt der Fokus auf der Entwicklung.Auch das Verhalten des Babys sowie Trink- und Schlafgewohnheiten werden besprochen. Es erfolgt zusätzlich das sonographische Hüftscreening.

    U4 im 3. bis 4. Lebensmonat

    Hier wird geprüft, wie sich Ihr Kind bewegt, ob es auf Reize reagiert und erste soziale Interaktionen zeigt. Weitere Impfungen werden thematisiert und geplant.

    U5 im 6. bis 7. Lebensmonat

    Ihr Kind wird zunehmend aktiver. Es dreht sich, greift gezielt und reagiert stärker auf seine Umgebung. Diese Fortschritte werden bei der U5 genau beobachtet.

    U6 im Alter von 10 bis 12 Monaten

    Die U6 ist besonders spannend, da viele Kinder beginnen zu krabbeln oder sogar erste Schritte machen. Auch Sprachentwicklung und soziale Bindung werden beurteilt.

    U7 im 21. bis 24. Lebensmonat

    Jetzt steht die sprachliche und geistige Entwicklung im Vordergrund. Ihr Kind lernt viele neue Wörter und entwickelt ein erstes Verständnis für Zusammenhänge.

    U7a im 34. bis 36. Lebensmonat

    Diese zusätzliche Untersuchung dient dazu, mögliche Entwicklungsauffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, bevor das Kind in den Kindergarten kommt.

    U8 im Alter von 4 Jahren

    Bei der U8 werden Motorik, Sprache und Verhalten intensiv überprüft. Auch Seh- und Hörtests sind Bestandteil dieser Untersuchung.

    U9 im Alter von 5 bis 6 Jahren

    Kurz vor der Einschulung wird überprüft, ob Ihr Kind körperlich und geistig bereit für die Schule ist. Konzentration, Sprache und Sozialverhalten stehen im Fokus.

    Wie bereiten Sie sich auf die U-Untersuchungen vor?

    Eine gute Vorbereitung hilft, den Termin optimal zu nutzen. Notieren Sie sich vorab Fragen oder Beobachtungen, die Sie mit dem Kinderarzt besprechen möchten.

    Bringen Sie außerdem mit:

    • die Versicherungskarte
    • das gelbe Vorsorgeheft
    • den Impfpass Ihres Kindes
    • gegebenenfalls wichtige Vorbefunde

    So stellen Sie sicher, dass alle wichtigen Themen angesprochen werden.

    Was passiert, wenn eine Untersuchung auffällig ist?

    Nicht jede Auffälligkeit bedeutet automatisch eine Erkrankung. Oft handelt es sich um kleine Verzögerungen, die sich von selbst ausgleichen.

    Falls weitere Abklärung nötig ist, besprechen wir mit Ihnen die nächsten Schritte und begleiten Sie und Ihr Kind individuell. Unser Ziel ist es immer, frühzeitig zu handeln und gleichzeitig unnötige Sorgen zu vermeiden.

    U-Untersuchungen in unserer Kinderarztpraxis in Nürnberg

    In unserer Kinderarztpraxis in Nürnberg begleiten wir Ihr Kind einfühlsam durch alle Vorsorgeuntersuchungen. Uns ist wichtig, dass sich sowohl Kinder als auch Eltern gut aufgehoben fühlen.

    Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und erklären alle Untersuchungsschritte verständlich und transparent. Eine vertrauensvolle Betreuung steht für uns im Mittelpunkt.

    Jetzt Termin zur U-Untersuchung vereinbaren

    Die U-Untersuchungen sind ein zentraler Bestandteil der gesunden Entwicklung Ihres Kindes. Vereinbaren Sie daher frühzeitig die nächsten Termine, damit keine Untersuchung verpasst wird.

    Kontaktieren Sie unsere Kinderarztpraxis in Nürnberg telefonisch oder über unser Online-Terminsystem. Wir sind gerne für Sie und Ihr Kind da.

  • Unsere neue Website ist online – docs4kids.de

    Unsere neue Website ist online – docs4kids.de

    Wir freuen uns, Ihnen unsere neue Website vorstellen zu dürfen: docs4kids.de – moderner, übersichtlicher und noch näher an Ihren Bedürfnissen.

    Als Kinderärzte ist es uns wichtig, Sie nicht nur in unserer Praxis, sondern auch online bestmöglich zu informieren und zu begleiten. Mit unserer neuen Website bieten wir Ihnen eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um unsere Kinderarztpraxis in Nürnberg.

    Alle wichtigen Informationen auf einen Blick

    Auf unserer Website finden Sie ab sofort:

    • Alle wichtigen Infos rund um Termine und Abläufe
    • Aktuelle Impfempfehlungen und Vorsorgethemen
    • Wissenswertes zur Gesundheit Ihres Kindes
    • Schnelle und einfache Orientierung – auch mobil

    So erhalten Sie schnell und unkompliziert die Informationen, die Sie im Alltag benötigen – egal ob von zu Hause oder unterwegs.

    Einfach, transparent und nah am Alltag

    Egal, ob Sie unsere Praxis bereits kennen oder uns neu entdecken: Unsere Website soll Sie im Alltag unterstützen und Ihnen einen schnellen Überblick über unsere Leistungen und Abläufe geben.

    Unser Ziel ist es, Informationen verständlich, kompakt und jederzeit zugänglich bereitzustellen.

    Jetzt unsere Website entdecken

    Besuchen Sie uns auf docs4kids.de und verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere Leistungen und Angebote.

    Wir freuen uns über Ihr Feedback und darauf, Sie weiterhin bestmöglich in unserer Kinderarztpraxis begleiten zu dürfen.

  • Magen-Darm-Infekt bei Kindern – was tun? Tipps vom Kinderarzt

    Magen-Darm-Infekt bei Kindern – was tun? Tipps vom Kinderarzt

    Magen-Darm-Infekte sind bei Kindern sehr häufig, egal ob in der Kita, in der Schule oder zu Hause. Obwohl sich das Immunsystem im Kleinkindesalter noch im Aufbau befindet und bereits hoch effektiv arbeitet, kommt es zu typischen Infektionen durch Viren und Bakterien, die Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen verursachen können. Als Eltern macht man sich Sorgen und möchte das Beste für sein Kind tun.

    In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen einen Überblick geben, was Sie bei einem Magen-Darm-Infekt bei Ihrem Kind beachten sollten. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Symptome richtig einschätzen, was Sie tun können, um Ihr Kind zu unterstützen, und wann ein Arztbesuch sinnvoll ist. Außerdem geben wir Ihnen Tipps, wie Sie solche Infekte in Zukunft vorbeugen können.

    Was sind die Symptome eines Magen-Darm-Infekts bei Kindern?

    Die typischen Symptome eines Magen-Darm-Infekts bei Kindern sind:

    • Durchfall – oft wässrig und häufig
    • Erbrechen
    • Bauchschmerzen
    • Appetitlosigkeit
    • Fieber

    Diese Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und auch in verschiedener Reihenfolge auftreten. Manchmal beginnt es mit Durchfall, manchmal zuerst mit Erbrechen. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden nach 1-2 Tagen wieder ab. 

    Es ist wichtig, die Symptome genau zu beobachten und einzuschätzen, ob es sich um einen leichten Magen-Darm-Infekt handelt oder ob ernsthafte Komplikationen vorliegen könnten. Dabei sollten Sie besonders auf folgende Warnsignale achten:

    • Anhaltende, starke Bauchschmerzen
    • Blutiger Durchfall
    • Hohes, anhaltendes Fieber
    • Extreme Müdigkeit und Antriebslosigkeit
    • Dehydration mit Kreislaufproblemen

    Sollten solche Symptome auftreten, ist umgehend ein Arztbesuch ratsam.

    Wie kann man einen Magen-Darm-Infekt behandeln?

    Die Behandlung eines Magen-Darm-Infekts bei Kindern zielt in erster Linie darauf ab, Flüssigkeits- und Elektrolytverluste auszugleichen und die Beschwerden zu lindern. Hier sind einige wichtige Maßnahmen:

    1. Ausreichend Flüssigkeitsaufnahme: Das Wichtigste ist, dass Ihr Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Bieten Sie ihm regelmäßig kleine Schlucke von Wasser, ungezuckerten Tee oder speziellen Elektrolytgetränken an. So können Austrocknung und Kreislaufprobleme vermieden werden.

    2. Leichte, bekömmliche Kost: Sobald Ihr Kind wieder Appetit hat, sollten Sie ihm leichte, gut verträgliche Nahrungsmittel anbieten. Empfehlenswert sind zum Beispiel Reis, Nudeln, Kartoffeln, Hühnchen oder Bananen. Schwer verdauliche, fette oder säurehaltige Speisen sollten Sie in dieser Phase vermeiden.

    3. Medikamentöse Behandlung: In den meisten Fällen ist eine medikamentöse Behandlung nicht nötig. Allerdings können Medikamente wie Schmerz- und fiebersenkende Mittel die Beschwerden lindern. Fragen Sie Ihren Arzt, was für Ihr Kind geeignet ist.

    4. Ruhe und Erholung: Ihr Kind benötigt in der Erholungsphase auch Ruhe. Achten Sie darauf und gewähren Sie notwendige Pausen. Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen, bis die Beschwerden vollständig abgeklungen sind.

    Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind genau beobachten und bei Verschlimmerung oder Komplikationen umgehend ärztlichen Rat einholen. In den meisten Fällen klingen die Symptome jedoch innerhalb von 1-2 Tagen ab.

    Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

    In den meisten Fällen können Magen-Darm-Infekte bei Kindern gut zu Hause behandelt werden. Allerdings gibt es einige Situationen, in denen ein Arztbesuch ratsam oder sogar dringend erforderlich ist:

    1. Anhaltendes Erbrechen oder Durchfall: Wenn Ihr Kind länger als 24 Stunden unter anhaltendem Erbrechen oder Durchfall leidet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dies kann ein Zeichen für eine schwerwiegende Erkrankung sein.

    2. Dehydration: Achten Sie darauf, ob Ihr Kind Anzeichen von Austrocknung zeigt, wie trockene Schleimhäute, verminderte Urinausscheidung oder Kreislaufprobleme. In diesem Fall muss umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

    3. Blutiger Durchfall: Blut im Stuhlgang kann auf eine ernsthafte Darmerkrankung hinweisen und erfordert eine ärztliche Abklärung.

    4. Hohes, anhaltendes Fieber: Fieber über 39°C, das länger als 2-3 Tage anhält, sollte vom Kinderarzt untersucht werden.

    5. Verdacht auf Komplikationen: Wenn Ihr Kind unter starken Bauchschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder anderen besorgniserregenden Symptomen leidet, ist ein Arztbesuch ratsam, um schwerwiegende Komplikationen auszuschließen.

    Der Kinderarzt kann dann die genaue Ursache abklären, Komplikationen ausschließen und die richtige Behandlung einleiten. Zögern Sie also nicht, bei Auffälligkeiten ärztlichen Rat in Anspruch zu nehmen.

    Wie kann man Magen-Darm-Infekte bei Kindern vorbeugen?

    Da Magen-Darm-Infekte bei Kindern häufig vorkommen, ist es wichtig, präventiv einiges zu beachten. Hier sind einige Tipps, wie Sie solche Infekte vorbeugen können:

    1. Gute Hygiene: Regelmäßiges Händewaschen, vor allem vor dem Essen und nach dem Toilettengang, ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung. Auch das Desinfizieren von Oberflächen kann hilfreich sein.

    2. Ausgewogene Ernährung: Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung stärkt das Immunsystem und macht Kinder widerstandsfähiger gegen Infekte. Achten Sie auf ballaststoffreiche, leicht verdauliche Lebensmittel.

    3. Ausreichend Schlaf: Kinder brauchen Schlaf, um ihre Abwehrkräfte zu stärken. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind regelmäßig und ausreichend schläft.

    4. Impfungen: Bestimmte Impfungen, wie z.B. gegen Rotaviren, können Magen-Darm-Infekte verhindern. Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt beraten.

    5. Probiotika: Probiotische Bakterien können die Darmflora stärken und so Magen-Darm-Infekte vorbeugen.Probiotische Bakterien finden Sie in natürlichen Lebensmitteln. Achten Sie deshalb auf eine ausgewogene Ernährung Ihres Kindes. 

    Wenn Ihr Kind trotz all dieser Maßnahmen einen Magen-Darm-Infekt entwickelt, ist das ganz normal. 

    Wichtig ist dann, dass Sie Ihr Kind bestmöglich unterstützen und bei Bedarf ärztlichen Rat einholen. Mit der richtigen Behandlung und Pflege klingen die Beschwerden in den meisten Fällen schnell wieder ab.

    Fazit

    Bei Magen-Darm-Infekten von Kindern ist es wichtig, die Symptome richtig einzuschätzen und Ihr Kind bestmöglich zu unterstützen.

    Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, leichte Kost und Ruhe. Bei anhaltenden oder besorgniserregenden Symptomen zögern Sie nicht, ärztlichen Rat einzuholen.

    Um solche Infekte vorzubeugen, spielen Hygiene, Ernährung, Schlaf und Stressreduktion eine wichtige Rolle. Mit der richtigen Vorbeugung und Behandlung können Sie Ihr Kind gut durch einen Magen-Darm-Infekt bringen.

    Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, mit unserem Kinderarzt-Team Kontakt aufzunehmen. Wir beraten Sie gerne ausführlich!

  • Praxis in den Weihnachtsferien geöffnet

    Auch in diesem Jahr sind wir in den Weihnachtsferien für die medizinische Versorgung Ihrer Kinder da.
    Bitte beachten Sie: Es findet ausschließlich eine Notfallversorgung zu geänderten Öffnungszeiten statt.

    Geöffnet an:
    22.12. & 23.12.2025
    29.12. & 30.12.2025
    jeweils von 10:00 – 15:00 Uhr

    Geschlossen am:
    24.12. & 31.12.2025

    Wichtig: Eine telefonische Voranmeldung ist zwingend erforderlich (ab 08:30 Uhr möglich).

    Alternativ können Termine in der Akutsprechstunde über unsere Praxis-App gebucht werden.

    Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine ruhige, erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!